3. Preis Entwicklung Stadtteilcampus Schlaatz in Potsdam

Städtebau und Freiraum

Der Stadtteilcampus wird im Osten vom Naturraum, der Flussniederung, der Nuthe und seinen Auenwaldstrukturen begrenzt. Entlang davon bildet sich eine Art Sport- und Bewegungsufer aus, welches sich mit dem Naturraum und dem Campus vernetzt. Zwischen Schule, Jugendclub und dem Bürgerhaus verbinden sich diese Strukturen mit dem Schlaatzer Markt im Westen und bilden einen kommunikativen, öffentlich nutzbaren Raum, welcher als Durchwegung fungiert und sich unterschiedlich bespielen lässt.

Das architektonische Ensemble umarmt den waldähnlichen Schulhof. Das neue Sportforum im Norden des Baufeldes hat mit seinem Wettbewerbsergebnis den Auftakt für einen neuen Boulevard gesetzt. Die Leitidee wird im Entwurf weitergeführt und gestärkt. Die Erweiterung des Schulgebäudes nimmt die Achse auf, bildet eine klare Raumkante und schirmt den dadurch großzügigen Schulhof deutlich ab. Es entsteht eine klare Zonierung zwischen öffentlichem und nichtöffentlichem Raum. Das Bürgerhaus erzeugt die finale Raumkante zum Boulevard, bevor dieser in die Schatzerwelle mündet.

Die Grundschule wird zum Schulhof hin als Dreikamm ausgebildet. Dadurch bleibt der restliche Schulhof frei von Gebäuden und Verkehren. Sehr großzügige und weitläufige Spielflächen, die durch verschiedene Aktivitätsbereiche zoniert werden, sind das Ergebnis. Die ehemalige Medienwerkstatt wird als Jugendhaus umgestaltet. Der komplett eingegrünte Waldpavillion erhält ein neues Gesicht, bildet mit der neuen Skateranlage eine Synergie und fügt sich harmonisch in den umgebenden Baumbestand ein.

In Zusammenarbeit mit HASCHER JEHLE Architektur

Erfolg: 3. Preis

Auslober: Kommunaler Immobilien Service (KIS) Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Potsdam

Verfahrensart: nichtoffener Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 und VgV 2016