1. Preis im Wettbewerb für das Hopp-Kindertumorzentrum in Heidelberg

1. Preis im Wettbewerb für das Hopp-Kindertumorzentrum in Heidelberg

Kinderkrebsforschung des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und die des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in einem Gebäude eng verbunden untergebracht. Diese Zusammenführung von diagnostischen und therapeutischen Ansätzen soll die Effizienz der Behandlung und damit die Heilungschancen steigern.

Die Idee ist ein neuer „Dreiklang“: Die beiden vorhandenen Kliniken – die Kinderklinik und das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin – werden um einen dritten, würfelförmigen Baukörper mit vorgesetztem Flachbau ergänzt. Dieses neue Ensemble bildet eine starke Einheit nach außen und klar ablesbare eigene Identitäten nach innen. Die Nutzungen im Kubus sind über die Fassadengestaltung transparent ablesbar: die Ambulanz in Ebene 0, die Klinik in Ebene 1, Forschung auf den Ebenen 2 und 3. Der dem Kubus vorangesetzte Flachbau bindet die in der Gartenebene liegenden Funktionen, u.a. die Elternappartements, mit ein und verwebt über seine luftigen und vielfältigen Begegnungs-, Aufenthalts- und Erschließungsflächen alle Gebäudeebenen und Freiräume miteinander.

Die Freianlagen sind integraler Bestandteil der Gesamtkonzeption und bieten ein differenziertes Angebot: Zwischen Kinderklinik und KITZ entsteht ein introvertierter, geschützter Spielplatz unter einem Baumdach, ebenengleich zu den Aufenthaltsbereichen der Ebene 99, so dass vielfältige
Möglichkeiten der Nutzung angeboten werden. Westlich des KITZ, an der Böschung, wird ein extrovertierter, topographischer Spielplatz mit Kletterwänden und Klettergerüsten hergestellt. Auf dem nach Süden ausgerichteten Dach des Flachbaus wird ein besonders geschützter Spielplatz
angeboten, eingefasst und abgeschirmt durch einen grünen Wirbelwind, geschützt durch ein Sonnensegel. Ganz oben wird ein „Storchennest“ geplant, ein gleichzeitig geschützter, intimer und durch den Rundumblick andererseits weit geöffneter, besonderer Aufenthaltsraum. Dieses
differenzierte Angebot an Freiflächen trägt wie das differenzierte Angebot an Aufenthaltsräumen im Gebäude dazu bei, dass für die individuell unterschiedlichen Anforderungen und persönliche Verfassung während des Aufenthalts im KITZ jeweils adäquate Orte gefunden werden können.

In Zusammenarbeit mit Heinle, Wischer und Partner Architekten Berlin

Erfolg: 1. Preis

Auslober: Hopp und ODWIN Projekte gGmbH

Verfahrensart: Nichtoffener Planungswettbewerb mit Teilnahmewettbewerb

Projekt DETAILS:

Typ:

Wettbewerb